Ladevorgang...
Sportvorhersagen
Ladevorgang...
Kevin De Bruyne steht am Kreuzweg seiner Karriere. Der beste Mittelfeldspieler seiner Generation, der Mann, der Manchester City zu Titeln führte, hat mit Belgien noch nie etwas gewonnen. Die WM 2026 ist wahrscheinlich seine letzte Chance – und in Gruppe G trifft er auf Ägypten mit Mohamed Salah, auf den kampfstarken Iran und auf die All Whites aus Neuseeland. Es ist eine Gruppe der letzten Chancen.
Als Wettanalyst beobachte ich die belgische Nationalmannschaft seit dem Durchbruch 2014. Ich habe die goldene Generation kommen sehen, ich habe ihre Enttäuschungen miterlebt – das EM-Viertelfinale 2016, das WM-Halbfinale 2018, das frühe Aus 2022. Gruppe G bietet eine letzte Bühne für De Bruyne, Lukaku und den Rest dieser aussergewöhnlichen Spielergruppe.
Belgien: Der letzte Tanz der goldenen Generation
Die belgische goldene Generation ist ein Paradox. Zehn Jahre lang war Belgien in den Top 5 der FIFA-Weltrangliste, gewann nichts Bedeutendes, und wurde trotzdem als eine der besten Mannschaften der Welt respektiert. De Bruyne, Lukaku, Hazard, Courtois – Namen, die Europas Fussball prägten. Jetzt sind sie älter, langsamer, und die WM 2026 wird zeigen, ob sie ihren Zenit verpasst haben.
Trainer Domenico Tedesco hat die Mannschaft nach dem Desaster der WM 2022 übernommen. Der Deutsche setzt auf ein pragmatisches 4-3-3 mit klaren Rollen: Courtois als Weltklasse-Torwart, eine Dreierkette in der Defensive, De Bruyne als kreatives Zentrum. Die junge Generation um Jeremy Doku und Amadou Onana ergänzt die Veteranen.
Die Qualität ist unbestritten vorhanden. De Bruyne bleibt einer der besten Passgeber der Welt, Lukaku trifft weiterhin zuverlässig, Doku bringt Tempo und Dribblings. Das Problem ist die Balance – Belgien ist offensiv stark, aber defensiv verwundbar. Die Innenverteidigung hat sich seit 2018 nicht verbessert.
In Gruppe G ist Belgien der klare Favorit. Die Quote auf den Gruppensieg (etwa 1.35) reflektiert die Qualitätsdifferenz zu den Gegnern. Belgien sollte alle drei Spiele gewinnen, aber sollte ist nicht wird. Die Geschichte dieser Generation ist eine Geschichte des Scheiterns gegen Erwartungen.
Für Wettende ist Belgien ein Risiko-Gewinn-Profil. Die niedrigen Quoten auf Gruppensiege kompensieren das Risiko nicht ausreichend. Interessanter ist Belgien als Weltmeister (Quote etwa 15.00) – wenn De Bruyne einmal in seinem Leben ein Turnier trägt, könnte das bei dieser WM sein.
Die psychologische Last ist real. Diese Spieler haben zu oft verloren, zu oft enttäuscht, zu oft erklärt, warum es wieder nicht gereicht hat. Gruppe G bietet die Chance, diese Dämonen zu besiegen – drei souveräne Siege, neun Punkte, eine Botschaft. Tedesco weiss, dass er genau das braucht.
Die Verjüngung des Kaders ist im Gange. Neben Doku und Onana haben sich Lois Openda, Arne Engels und Zeno Debast etabliert. Diese jungen Spieler bringen Energie und Hunger – Eigenschaften, die den Veteranen manchmal fehlen. Die Mischung aus Erfahrung und Jugend könnte Belgiens Erfolgsformel sein.
Ägypten: Salahs WM-Traum lebt weiter
Mohamed Salah hat alles gewonnen – Premier League, Champions League, Goldener Schuh. Nur eines fehlt: WM-Erfolg. Bei der WM 2018 spielte er angeschlagen, bei der WM 2022 scheiterte Ägypten in den Playoffs. Die WM 2026 ist für den Liverpool-Star die letzte realistische Chance auf internationalen Ruhm.
Die ägyptische Mannschaft ist um Salah herum aufgebaut. Das 4-2-3-1-System gibt ihm Freiheiten, die Mitspieler schaffen Räume, die Taktik zielt auf seine Stärken. Wenn Salah einen guten Tag hat, kann Ägypten jeden Gegner in dieser Gruppe schlagen. Wenn nicht, fehlt der Plan B.
Trainer Hossam Hassan hat die Mannschaft seit 2024 stabilisiert. Der ehemalige ägyptische Rekordtorschütze setzt auf defensive Solidität und schnelle Konter – ein System, das bei Afrika-Cups funktioniert hat. Gegen Belgien wird Ägypten tief stehen, gegen Iran und Neuseeland offensiver spielen.
Die Kadertiefe ist begrenzt. Neben Salah stehen Mostafa Mohamed von Nantes und Trézéguet im Sturm, aber die europäische Erfahrung fehlt vielen Spielern. Die heimische Liga ist nicht auf dem Niveau der Premier League oder der Bundesliga – dieser Qualitätsunterschied wird in der Gruppenphase sichtbar sein.
Die Quote auf Ägypten als Gruppenzweiter (etwa 2.50) bietet Value. Salah allein kann den Unterschied machen. Ägypten qualifiziert sich für das Achtelfinale (Quote etwa 1.90) ist meine Empfehlung – die Chancen stehen besser, als die Quote suggeriert.
Ein Sieg gegen Belgien wäre sensationell, aber nicht unmöglich. Die Roten Teufel haben in der Vergangenheit gegen vermeintlich schwächere Gegner gepatzt – Marokko 2022, Japan 2022. Ägypten mit einem motivierten Salah ist gefährlicher als beide. Die Quote auf Ägypten-Sieg gegen Belgien (etwa 8.00) hat spekulativen Charme.
Iran: Asiens beständigste WM-Nation
Sechste WM-Teilnahme, dritte in Folge – Iran ist die beständigste asiatische Fussballnation bei Weltmeisterschaften. Das Team Melli hat eine Tradition, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Bei der WM 2022 kämpfte Iran trotz politischer Turbulenzen tapfer, verlor knapp gegen England und die USA, schlug Wales. Diese Erfahrung prägt.
Trainer Carlos Queiroz – ja, der Portugiese ist wieder da – kennt den iranischen Fussball besser als jeder andere Ausländer. Er führte Iran 2014 und 2018 zur WM, er weiss, wie man diese Mannschaft organisiert. Sein 4-5-1 ist defensiv solide, physisch stark, auf Konter ausgerichtet.
Die Schlüsselspieler kommen aus europäischen Ligen: Mehdi Taremi von Inter Mailand ist einer der besten Stürmer Asiens, Sardar Azmoun (wenn fit) bringt Torinstinkt, Alireza Jahanbakhsh hat Premier-League-Erfahrung. Der Kader ist erfahren, eingespielt, mental stark.
Gegen Belgien wird Iran mauern – zehn Mann hinter dem Ball, Konter als einzige Offensive. Die Quote auf Iran hält das 0:0 zur Halbzeit (etwa 3.00) ist interessant für spekulative Wetter. Gegen Ägypten und Neuseeland wird Iran offensiver spielen und auf Siege setzen.
Die Quote auf Iran als Gruppenzweiter (etwa 4.00) bietet Value, wenn man an Queiroz‘ taktisches Geschick glaubt. Iran qualifiziert sich (Quote etwa 2.80) ist eine Wette gegen den Mainstream – der Markt unterschätzt asiatische Teams systematisch.
Die politische Situation wird ein Faktor sein. Iranische Spieler stehen unter Beobachtung, jede Geste wird interpretiert, jeder Kommentar analysiert. Dieser Druck kann lähmen oder befreien – bei der WM 2022 hat er die Mannschaft geeint. Bei der WM 2026 wird sich zeigen, ob dieser Effekt anhält.
Taktisch wird Iran gegen stärkere Gegner konservativ spielen. Zwei Viererketten, enge Räume, wenig Risiko. Diese Spielweise ist nicht attraktiv, aber sie ist effektiv gegen Teams, die Ballbesitz dem Spiel aufzwingen wollen. Belgien wird Probleme haben, Ägypten wird ungeduldig werden. Iran wird warten und zuschlagen.
Neuseeland: Die All Whites auf der grössten Bühne
Neuseeland ist zurück bei einer WM – zum ersten Mal seit 2010, als die All Whites in Südafrika drei Unentschieden holten und ungeschlagen ausschieden. Diese Leistung gegen Paraguay, die Slowakei und den späteren Weltmeister Italien war historisch. Bei der WM 2026 will das Team mehr.
Der neuseeländische Fussball hat sich seit 2010 professionalisiert. Die Wellington Phoenix spielen in der A-League, die Nachwuchsarbeit hat sich verbessert, einzelne Spieler schaffen den Sprung nach Europa. Chris Wood von Nottingham Forest ist der prominenteste Name – ein Premier-League-Stürmer mit WM-Erfahrung.
Trainer Darren Bazeley setzt auf ein defensives 5-4-1 mit Wood als alleiniger Spitze. Die Taktik ist klar: Gegentore vermeiden, Standardsituationen nutzen, auf Wunder hoffen. Gegen Belgien und Ägypten werden die All Whites chancenlos sein, gegen Iran gibt es eine Chance.
Die Quote auf Neuseeland holt mindestens einen Punkt (etwa 3.50) ist meine einzige Empfehlung für dieses Team. Ein Unentschieden gegen Iran ist möglich – beide Teams werden defensiv spielen, beide werden kämpfen, beide werden Chancen verschwenden. Neuseeland 0:0 gegen Iran (Quote etwa 10.00) ist die Wette für Romantiker.
Die ozeanische Qualifikation war kein ernsthafter Test. Neuseeland dominierte Gegner wie Tahiti, Vanuatu und Fidschi – keine Vorbereitung auf das Niveau einer WM-Gruppe. Der Qualitätssprung wird enorm sein, die Anpassungszeit minimal. Die All Whites werden kämpfen, aber kämpfen reicht nicht immer.
Spielplan Gruppe G: Termine und Orte
Gruppe G spielt überwiegend im Süden der USA, was für europäische Zuschauer späte Anstosszeiten bedeutet. Belgien eröffnet am 14. Juni gegen Neuseeland im Hard Rock Stadium in Miami. Anstoss: 21:00 Uhr Ortszeit, 03:00 Uhr CEST am 15. Juni.
Das Parallelspiel Ägypten gegen Iran findet im AT&T Stadium in Dallas statt – ein echtes Schlüsselspiel für beide Teams. Wer hier gewinnt, hat gute Chancen auf das Achtelfinale. Wer verliert, muss gegen Belgien punkten. Die Quote auf Unentschieden (etwa 3.20) reflektiert die erwartete Vorsicht beider Teams.
Der zweite Spieltag bringt Belgien gegen Iran und Ägypten gegen Neuseeland. Beide Spiele sollten klare Favoriten haben, aber Fussball ist unberechenbar. Belgien muss gegen Queiroz‘ defensive Mauer Lösungen finden, Salah muss gegen die All Whites treffen.
Am dritten Spieltag werden die Entscheidungen fallen: Belgien gegen Ägypten und Iran gegen Neuseeland. Das Duell De Bruyne gegen Salah wird das meistgesehene Spiel der Gruppe sein – zwei der besten Premier-League-Spieler aller Zeiten, Kopf an Kopf.
Prognose für WM 2026 Gruppe G
Belgien wird Gruppe G gewinnen – daran besteht für mich wenig Zweifel. Die Kaderqualität ist überlegen, die Erfahrung vorhanden, der Wille da. Die Quote (1.35) bietet keinen Value, aber auch kein Risiko.
Für den zweiten Platz sehe ich ein enges Rennen zwischen Ägypten und Iran. Meine Einschätzung: Ägypten 55%, Iran 35%, Neuseeland 10%. Salah macht den Unterschied – wenn er in Form ist, ist Ägypten klar besser. Wenn nicht, hat Iran die bessere Organisation.
Mein Kombinationstipp: Belgien Erster und Ägypten qualifiziert sich. Diese Wette bringt etwa 1.75 und deckt das wahrscheinlichste Szenario ab. Das Risiko ist ein iranischer Überraschungslauf – möglich, wenn Queiroz‘ Defensive hält.
Torwetten sind in dieser Gruppe vorsichtig zu spielen. Gruppe G Gesamttore unter 9.5 (Quote etwa 1.80) reflektiert die defensiven Stärken von Iran und die begrenzte Offensivkraft von Neuseeland. Belgien über 2.5 Tore gegen Neuseeland (Quote etwa 1.50) ist fast sicher.
Die Gruppenstruktur begünstigt Belgien eindeutig. Mit Ägypten, Iran und Neuseeland treffen die Roten Teufel auf keinen echten Titelfavoriten. Diese Konstellation sollte zu drei Siegen führen – aber Belgiens Geschichte lehrt Vorsicht. Ein Ausrutscher ist immer möglich, besonders gegen Salah und Ägypten.
Wettstrategien für Gruppe G
Das Spiel Ägypten gegen Iran ist der Wettschwerpunkt. Hier entscheidet sich, wer hinter Belgien ins Achtelfinale einzieht. Die Quote auf Under 2.5 Tore (etwa 1.65) ist meine Basiswette – beide Teams werden vorsichtig sein.
Belgien gegen Ägypten wird offener sein. Die Roten Teufel werden angreifen, Salah wird kontern, Chancen wird es auf beiden Seiten geben. Beide Teams treffen (Quote etwa 1.90) ist attraktiv. De Bruyne oder Salah trifft (Quote etwa 1.70) ist fast geschenkt.
Livewetten bieten bei Belgien-Spielen Chancen. Die Roten Teufel starten oft nervös und finden erst nach 20-30 Minuten ihren Rhythmus. Wenn zur Halbzeit 0:0 steht, explodieren die Live-Quoten – aber Belgien gewinnt trotzdem. Dieses Pattern zu erkennen ist profitabel.
Torschützenwetten: Lukaku für Belgien gegen Neuseeland (Quote etwa 2.50) ist fair. Salah gegen Neuseeland (Quote etwa 2.20) ist Value – der Liverpool-Star wird liefern. Taremi für Iran (Quote etwa 3.50) ist mein Favorit unter den Aussenseitern.